Saturday, March 5, 2011

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Next stop: Europe

The Tunisian regime is overthrown. And yet thousands of Tunisian flee by boat to Italy. Why? In the search for answers in the coastal town of Sfax.

from the main road in Habib, a suburb of Sfax, the path eventually right onto a bumpy dirt road, along a drain on waste residues, metal parts and plastic bags, which the wind drives before, until the embankment of a disused railway line. The front of the water rises a garbage dump in the air.

Nisar get big eyes full of hope when he shows his finger there. As fortune would be buried in the sand over there. "Here they hide at night in the reeds, bevor sie an Bord gehen», sagt der 23-Jährige. Er trägt einen Trainingsanzug des englischen Fussballklubs Chelsea. «Manchmal müssen sie zum Boot schwimmen. Dann wird vorher kräftig Alkohol getrunken, um das eiskalte Wasser nicht zu spüren», sagt er lachend. Wenig später startet das Motorboot dann jeweils Richtung Italien. Ob es dort ankommt, hängt vom Wetter und dem Geschick des Steuer­manns ab.

Im Süden kostets mehr

Bisher hat Nisar nur andere für die Fahrt vermittelt. Nun will er endlich selber gehen, sobald das Wetter stimmt, und das könnte schon sehr bald sein. «Vielleicht schon heute Nacht», meint er hoffnungsvoll. «In Tunesien hält mich nichts zurück. Es gibt keine Arbeit, keine Zukunft. Daran ändert auch die neue Regierung nichts.» Nisar ist ausgebildeter Mechaniker. Doch er habe in den letzten vier Jahren keine feste Arbeit gefunden.

Die 1000 Dinar, umgerechnet 670 Franken, die Nisar für die Überfahrt bezahlen müsste, hat er nicht. Der Chelsea-Fan will als «Joker» auf ein Boot kommen. Als kostenloser Passagier. Dafür muss er drei, vier Passagiere anheuern. Und das hat er nun gemacht. Doch den Versprechungen der Organisatoren traut er nicht. «Einige sind Kriminelle, die im Gefängnis sassen, andere Fischer, die ihre Chance wittern und selbst ernannte Businessleute.» Notfalls werde er sein Recht auf einen Platz mit dem Messer erkämpfen, sagt der 23-Jährige.

Sfax liegt gut 330 Kilometer südlich von Tunis, und ist mit 340 000 EinwohnerInnen die zweitgrösste Stadt des Landes. Täglich kommen hier neue Menschen an, die auswandern wollen. Überall am Strand streifen Gestalten umher, die nach Kontakten suchen. Der Tarif von 1000 Dinar ist günstig. Weiter unten im Süden, bei Gabes und Sarsis, kostet ein Platz fast das Doppelte.

Von dort fuhren die meisten der rund 6000 TunesierInnen los, die letzte Woche auf den lampedusischen Inseln vor Sizilien landeten. Eine Massenankunft, die den italienischen Hilfsorganisationen ein logistisches Chaos bescherte. Aber es ist nicht nur der niedrige Tarif, der die Fluchtwilligen nach Sfax bringt: Die tunesische Küstenwache hat ihre Patrouillen in den letzten Tagen drastisch verstärkt.

Letzte Woche hatten die Behörden die Dinge einfach laufen lassen. «Die Polizei und das Militär waren quasi nicht existent», erzählt Essedine Saidi, der sich einige Tage in Sarsis aufgehalten hatte, um den Cousin seiner Frau von der Überfahrt abzuhalten. «Die Polizei sass in der Wache und hat zugesehen, wie die jungen Leute mit einem Boot nach dem anderen in See stachen. Wie an einem Busbahnhof. Nächs­ter Halt Italien!» Saidi, Vater von zwei Kindern, versuchte einige der jungen Männer von der gefährlichen Reise, 120 Kilometer quer übers Mittelmeer, abzubringen. «Sie haben Träume im Kopf. Glauben, return soon with a new car and a lot of money from Europe. "

Saidi was the cousin of his wife only the dead relative was one of the five passengers who were in a collision with a ship the Coast Guard killed.

"The thieves same as before"

The Cactus Café, in Habib, Nisar is before his five friends. Excited, they sit at a round table. They have booked all their ticket to Italy already. Revolution or not. Walid earned with his work at an oil company the equivalent of 450 francs per month. "We do not trust the new government. The thieves are the same as before. "

The new general amnesty for political prisoners in his country is interested Walid nor the condition of the former dictator Zine al-Abidine Ben Ali, who is lying in a hospital in Saudi Arabia in a coma. Walid means for the newly won freedom is only one thing: finally emigrate to Europe. Under Ben Ali that was almost impossible. The coasts were guarded, emigration attempts punishable by up to five years in prison.

"We know that Europe is no paradise," blurts Haytam. "But we must take our chance." The 25-year old university graduate is for three years without work. Just last week he had applied to the police, occurred only with a juicy bribe However, he had a chance. The word "police" says Mohammed angry that officers had beaten him on Thursday on the road because he had forgotten his ID at home.

If there were enough jobs, higher wages, no corruption, no more police brutality, they would probably remain in their homeland. But no one will believe it. "Until then, it will last longer than an eternity," the 26-year-old Mohammed said sarcastically. break

when the six young people, the mood is euphoric.

WOZ on 24/02/2011

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